Bücher aus dem Verlag Die Furt

AutorenKontakt750 Jahre Frankfurt (Oder)antiquarische Bücher

Hans Joachim Nauschütz
Max Hannemann
Über einen jahrzehntelangen Verdacht und seine Folgen

Max Hannemann, in der Illegalität im Februar 1933 gewählter Leiter der regionalen KPD-Organisation, fasste in Frankfurt (Oder) und in Ostbrandenburg rund 60 Widerständler gegen die Nazidiktatur zusammen und entfaltete eine rege Anti-Hitler-Tätigkeit. Durch Verrat wurde die Organisation zerschlagen. Mehrere Mitglieder wurden wegen Hochverrats angeklagt und zu Zuchthaus verurteilt. Max Hannemann, der sich weigerte wehrwürdig zu werden, kam nach Verbüßung der Zuchthausstrafe in das KZ Sachsenhausen. Dort verliert sich im Frühjahr 1945, kurz vor der Befreiung, seine Spur.
Die die regionale Geschichte des Widerstandes gegen Hitler in der DDR aufgeschreiben hatten, wurden in den 60er Jahren veranlaßt, den Namen Hannemann zu tilgen. Ihm wurde Verrat unter Folter vorgeworfen.
Der Autor zeichnet an Hand von Dokumenten den Weg Hannemanns und seiner Familie nach und kommt zu einer anderen Wertung. Was das Buch nicht berücksichtigen konnte: Im Jahr 2000 beschloß die Stadtverordnetenversammlung Frankfurt (Oder), eine Straße nach dem kommunistischen Widerstandskämpfer zu benennen.

Hans Joachim Nauschütz: Max Hannemann und Genossen. Über einen jahrzentelangen Verdacht. Ein Report vonHans Joachim Nauschütz. Frankfurt (Oder 1995). 1. Auflage, 65 Seiten mit 5 Fotos. Broschur. Format 14,6 x 20,3 cm.
Preis 4,50 Euro       ISBN ohne



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Max Hannemann