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Frankfurter Jahrbuch 2005

Slubice, die ehemalige Dammvorstadt von Frankfurt an der Oder
ist Thema des Frankfurter Jahrbuches 2005. Die Geschichte von Straßen und Plätzen und die Herkunft ihrer Namen werden erläutert. Dieser Teil des Jahrbuches liegt sowohl in deutsch als auch in polnisch vor.
Außerdem wird über das Musikleben im Frankfurt des 19. Jh. bis zum II. Weltkrieg berichtet, das zum erheblichen Teil durch die Familien Bratfisch und Altrichter und deren Musikverlag und Musikalienhandlung geprägt wurde.
Weitere Beiträge befassen sich mit der Klagen gegen einen Professor der Universität wegen Lärmbelästigung durch Musizieren sowie mit der Mark Brandenburg zur Zeit des falschen Waldemar.

Frankfurter Jahrbuch 2005. Hrsg: Verein der Freunde und Förderer des Museums Viadrina Frankfurt (Oder) e. V. ca. 200 Seiten mit zahlr. Abbildungen. Paperback. Format 14,8 x 21 cm.
Preis 12,50 Euro       ISBN 978-3-933416-61-2


mehr zur Geschichte von Frankfurt an der Oder






aus dem Inhalt: Frankfurter Jahrbuch 2005


Siegfried Griesa
Die Mark Brandenburg im 14. Jahrhundert zur Zeit des falschen Waldemar

Ulrich Bratfisch
Die Familie Bratfisch – Ein Beitrag zur Musikgeschichteder Stadt Frankfurt an der Oder

Martin Schieck
Ein (unbegründeter?) Rauswurf aus dem Junkerhaus

Walter Hausdorf und Siegrid Noack
Slubice – die ehemalige Dammvorstadt von Frankfurt (Oder)
Straßen, Wege und Plätze in ihrer historischen Entwicklung

––– in deutscher und polnischer Sprache –––








Rezensionen: Frankfurter Jahrbuch 2005


Spannende Stadtgeschichte

Welch eine Vorstellung! Frau Professor Runckel keift lautstark gegen die Fischweiber an. Ihr Gatte Andreas Wolfgang, Professor für orientalische Sprachen an der Alma Mater Viadrina, übt sich derweil in tätlicher Auseinandersetzung mit den städtischen Bediensteten. Den stolzen Bewohnern des Junkerhauses riechen die Fischtröge auf dem Hof nicht gut genug.
Runckel bringt die Sache 1692 vor den Kurfürsten, die Stadt nimmt übel. 1706 wird der Professorenfamilie das Privileg, im königlichen Haus zu wohnen, aufgekündigt. Erst nach sieben Jahren dürfen die Runckels wieder zurückkehren.
Martin Schieck haben wir es zu danken, dass wir von dieser pikanten Geschichte erfahren. Er hat sie im „Frankfurter Jahrbuch 2005“ aufgeschrieben.

Die Publikation erhält auch eine Auflistung der 112 Straßen, Wege und Plätze des polnischen Slubice. Walter Hausdorf und Siegried Noack leisten mit diesem Leitfaden für die einstige Dammvorstadt das, was sie zuvor für das heutige Frankfurt (Oder) schon in früheren Heften publiziert haben: Historischen Entwicklung, Lage und Bebauung, Biografien der Namensgeber, alles auch auf Polnisch.

Warum Kaiser Karl der IV. in kriegerischer Absicht mehrmals vor die Tore von Frankfurt gezogen kam, erhellt Siegfried Griesa in seinem Aufsatz über den falschen Waldemar.

Weit jünger ist die Geschichte der Familie Bratfisch. Erst vor sechs Jahrzehnten hat sie die Oderstadt verlassen, ihr Anteil am Frankfurter Unternehmertum und ihre Verdienste um die Musikgeschichte der Stadt aber sind vergessen. Mit umso größerer Spannung liest man deshalb, welche Bedeutung über die Stadt hinaus der Musikinstrumentenhandel und der Musikverlag des Georg Bratfisch auch im Zusammenhang mit der Firma seines Schwagers, des Instrumentenbauers Julius Altrichter, erlangte.
Wer weiß schon, dass das Weihnachtslied „Leise rieselt der Schnee“ seinen Siegeszug um die Welt von Frankfurt aus startete?
Über die Familiengeschichte hinaus gelingt es dem Autoren Ulrich Bratfisch, auch dem Komponisten, Musikdirektor und Rezensenten Paul Blumenthal ein Denkmal zu setzen.
Anni Geisler, Brandenburger Blätter vom 28.04.2006




Familie Bratfisch und der falsche Waldemar
... Vor 122 Jahren, im Frühjahr 1884, gründete der Buchhändler Georg Bratfisch als junger Mann im Alter von 26 Jahren ein Musikaliengeschäft, das sich zu einem angesehenen mittelständischen Betrieb entwickelte. Ulrich Bratfisch, der Autor, erzählt interessant, wie die Musikalienhandlung zu einem Musikverlag aufstieg, wer zur Familie Bratfisch gehörte und wie es sogar zur Produktion von Musikinstrumenten in Frankfurt kam.
Siegfried Griesa ist die Geschichte über die Mark Brandenburg im 14. Jahrhundert zur Zeit des falschen Woldemar zu verdanken. Es geht um Macht und Geld und um machtpolitische Wirren in der Mark.
Märkische Oderzeitung vom 07.03.2006





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