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Frankfurter Jahrbuch 2006

Das Frankfurter Musikleben im Zeitalter der Reformation

Beflügelt vom Geist der Reformation, befördert durch den Aufschwung der Wissenschaften, der mit der Gründung der Universität Viadrina einherging, wurden in der Musikgeschichte Frankfurts Impulse und Entwicklungen von europäischer Tragweite freigesetzt. Zahlreiche insbesondere in Mittel- und Norddeutschland wirkende Musiker waren Absolventen der Viadrina.
Das Frankfurter Jahrbuch 2006 enthält u.a. den Katalog zur Ausstellung "Das Frankfurter Musikleben im Zeitalter der Reformation" in der zahlreiche kostbare Notendrucke und -handschriften, historische Musikinstrumente und weitere zeittypische Exponate präsentiert werden.

Frankfurter Jahrbuch 2006. Hrsg: Verein der Freunde und Förderer des Museums Viadrina Frankfurt (Oder) e.V. 184 Seiten, mit zahlr. Abbildungen. Paperback. Format 14,8 x 21 cm.
Preis 12,50 Euro       ISBN 978-3-933416-67-4


mehr zur Geschichte von Frankfurt an der Oder






aus dem Inhalt: Frankfurter Jahrbuch 2006


Michael Höhle
Kirchliches Leben in Frankfurt (Oder) im 16. Jahrhundert

Hans-Günter Ottenberg
Das Frankfurter Musikleben im Zeitalter der Reformation

Ausstellungskatalog






Rezensionen: Frankfurter Jahrbuch 2006


Das Glück des Tüchtigen erfuhr Wolfgang Jost, Musikwissenschaftler und langjähriger Direktor der Frankfurter Konzerthalle, an einem Märztag des Jahres 2005: Er entdeckte in einem Akten-Konvolut des Frankfurter Kirchenarchives das so genannte Praetorius-Testament.
Der Organist, Komponist und Musikwissenschaftler Michael Praetorius vermachte in diesem handschriftlichen Legat Frankfurt (Oder) eine Stiftung, der Stadt, in der seine „seligen Brüder D. Andreas und M. Johannes Praetorius und ich auch in Dienst gewesen“.

Das Dokument gehörte zu den Glanzstücken des Projekts „Das Frankfurter Musikleben im Zeitalter der Reformation“, mit dem sich das Museum Viadrina in das vergangene Themenjahr „1000 Jahre Christentum in Brandenburg“ einordnete. Dank der von der Musikgesellschaft „C. Ph. E. Bachx finanzierten Restaurierung können die Museumsbesucher nun in der Musikabteilung dieses seltene Zeugnis für Praetorius' Wirken als Organist an der Marienkirche bestaunen.

Mehr noch: Die gesamte Projektdokumentation und der Ausstellungskatalog der für die Oderstadt so bedeutenden Präsentation steht dem Geschichtsinteressierten zur Verfügung. Der Verein der Freunde und Förderer des Museums Viadrina widmet dem Projekt sein „Frankfurter Jahrbuch 2006“.

Ein Stück glanzvoller Musikgeschichte wird lebendig. Im 16. Jahrhundert und bis zum Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges wirkten in Frankfurt Komponisten, Organisten und Musikwissenschaftler mit großen Namen, entstanden wunderschöne Buch- und Notendrucke, entwickelten sich musikalische Gesellschaften, die weit nach Europa ausstrahlten.

Der Dresdener Musikwissenschaftler Hans Günter Ottenberg vermittelt in seinem Aufsatz das Bild eines vielfältigen Kulturlebens. Zu Recht beruft sich Frankfurt bis heute auf dieses frühe Erbe, zu dem die Laute spielende Schöne auf dem Titelblatt ebenso gehört wie die Ständchen singenden Studenten oder die Stadtpfeifer.
Dass die Musik unbeschadet durch geistige Brüche Katholiken wie Reformierte erfreute, weiß Michael Höhle zu berichten, der das kirchliche Leben dieser Zeit erforschte.

Die Frankfurter Stadtherren förderten Wissenschaft und Kultur – gewiss nicht uneigennützig. „Ihr Denken und Handeln ermöglichte den wirtschaftlichen Erfolg, an dem sich ein Kulturverständnis band, das wissenschaftliche und künstlerische Produktivität nach sich zog“, erinnerte Viadrina-Direktorin Brigitte Rieger-Jähner an den Hintergrund für die Blüte der Künste. Ein Zusammenhang, der seine Gültigkeit gewiss nicht verloren hat.
Anni Geisler, Brandenburger Blätter vom 25.08.2006





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