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AutorenKontakt750 Jahre Frankfurt (Oder)antiquarische Bücher

Günther Schleusener
Müllrose

Was historische Postkarten über das Tor zum Schlaubetal erzählen

Wenn Bilder uns das Leben von Groß- und Urgroßeltern näher bringen, dann gewinnt unser eigenes an Tiefe in Raum und Zeit. Solche musealen Schätze wie diese möglichst vielen zugänglich zu machen, ist die Absicht dieses Buches. Mögen sich alte und neue Bürger der Stadt Müllrose neben den vielen Besuchern von nah und fern durch die kommentierte Sammlung zu eigener Suche anregen lassen.

Günther Schleusener: Müllrose. Was historische Postkarten über das Tor zum Schlaubetal erzählen1. Aufl. 2006. Festeinb. 80 S., Format 24 x 22,5 cm
Preis 11,90 Euro       ISBN 978-3-933416-71-1






Rezensionen Müllrose. Was historische Postkarten erzählen


Mit Postkarten auf Spurensuche

Bereits 1905 beförderte die Post in Deutschland eine halbe Milliarde Ansichtskarten! Mit ihren Abbildungen von lauschigen Landschaften und idyllischen Stadtansichten trugen sie seinerzeit erheblich zur Förderung des Fremdenverkehrs bei. Auch von Müllrose aus trat einst so manche Postkarte ihre Reise an. Heute sind sie eine unentbehrliche Quelle für Historiker wie Restauratoren. Der gebürtige Müllroser Günther Schleusener hat über Jahre Ansichtskarten und Fotografien seiner Heimatstadt gesammelt. Die aussagekräftigsten Exemplare präsentiert er zusammen mit weiteren aus dem Heimatmuseum in einem liebevoll gestalteten Büchlein. Bei der Auswahl ging es nicht allein um ästhetische Ansprüche, sondern auch darum, die Geschichte(n) und die Namen hinter den 122 Abbildungen aufzuspüren und einen Bogen bis ins Heute zu spannen. Und das unterscheidet diese Publikation wohltuend von anderen dieser Art.

Noch zu dem scheinbar nebensächlichsten Detail vermag der 81-jährige verblüffende Erklärungen zu geben. So ist auf einer Postkarte von 1916 eine Frau zu sehen, die auf einem Steg am großen Müllroser See ihre Wäsche spült. „Da in Müllrose das Grundwasser an vielen Stellen eisenhaltig ist, wurde das Wasser zum Waschen vom See geholt oder die Wäsche gleich im See gespült“, weiß Schleusener zu berichten. Und auch, dass die Stege „Schöpfbänke“ genannt werden.

Wer sich mit dem Buch in der Tasche auf Spurensuche in Müllrose begibt, wird erstaunt feststellen, dass das Tor zum Schlaubetal seine Idylle bewahren konnte. Auch wenn man die Dampfer auf dem Oder-Spree-Kanal, die einst den Rüdersdorfer Kalk nach Müllrose brachten, heute vergeblich sucht. Schleuseners historischer Postkarten-Spaziergang ist eine lesens- wie sehenswerte Gabe – nicht nur für Müllroser, sondern auch für die Besucher der Stadt.
Brandenburgische Blätter, Beilage zur Märkischen Oderzeitung, 23. Februar 2007




Historische Postkarten erzählen von Müllrose

1880 haben die Großeltern von Günther Schleusener das Haus Beeskower Str. 4 in Müllrose gekauft, ehemals mit der Gaststätte „Stadt Leipzig“. Als Kind hatte der heute 82-jährige Angst vor den Pferden, die an der Hauswand der „Ausspannung“ angebunden waren.
Schleusener hat noch den Begründer des Heimatmuseums und Autor der Geschichte Müllroses, Hermann Trebbin, kennengelernt. Was lag da näher, dass er, „vielleicht der Letzte, der das in Müllrose kann“, die Aufgabe übernahm, aus der Postkartensammlung ... ein Buch zu machen. Ältere Müllroser haben ihm mit ihren Erinnerungen geholfen.
... ein Buch, mit dem auch jüngere Leser die Stadt kennen und lieben lernen werden ...
Hans-Petko Teuchert, Märkischer Sonntag 24.12.2006



Begehrt waren am Dienstagnachmittag die ersten Exemplare des Postkarten-Buches "Grüße aus Müllrose" von Günther Schleusener. Jürgen Kapiske vom Verlag Die Furt aus Jacobsdorf überreichte dem Autor im Haus des Gastes das erste Exemplar der auf 1000 beschränkten Ausgabe. Er lobte den exzellenten Einblick in die Geschichte der Stadt, wie die Vorfahren gelebt und gearbeitet hätten. "Beim Anschauen der Bilder habe ich festgestellt, dass einer meiner Urgroßväter aus Müllrose stammte", schmunzelte Kapiske.
Bürgermeister Werner Karrasch hoffte beim Verkaufsstart auf viele Käufer und Leser, vor allem jüngere. Dieses Buch sei ein Beitrag, dass sie den Erholungsort kennen- und lieben lernten. Für Amtsdirektor Detlef Meine ist das Buch erfrischend anders mit den Texten und Bildern. "Ich glaube schon, dass es ein hervorragendes Buch ist", meinte er.
Märkische Oderzeitung, 20. Dezember 2006



Zu eigener Suche anregen

Im Buch finden sich 122 historische Ansichtskarten wieder. Sie stammen nicht nur aus Schleuseners Sammelung, sondern auch aus dem Heimatmuseum. Zu jeder Karte erzählt er eine kleine Geschichte mit der Historie und wie sich die Stelle heute darstellt.
Die Recherchen dafür hätten sich als teilweise recht schwierig erwiesen. Da sei es ihm zugute gekommen, dass er gebürtiger Müllroser sei, den viel kannten der viele kennt ...
Mit seinem Buch will er solche musealen Schätze wie die historischen Postkarten seines Heimatortes möglichst vielen zugänglich machen. „Wenn Bilder uns das Leben von Groß- und Urgroßeltern näher bringen, dann gewinnt unser eigenes an Tiefe in Raum und Zeit ...“
Barbara Arandt, Märkische Oderzeitung vom 8.12.2006





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