Bücher aus dem Verlag Die Furt

AutorenKontakt750 Jahre Frankfurt (Oder)antiquarische Bücher

Angela Kiefer-Hofmann
Niemandszeit.
Ein märkisches Lesebuch

Menschen aus dem brandenburgischen Markgrafpieske erzählen aus den 30er und 40er Jahren. Von ihren Eltern, von ihrer Kindheit und Jugend, von ihrer alten Heimat, von Krieg, Flucht und Vertreibung, Internierung, Angst, Leid und Not.
Unglaubliche, manchmal unfassbare Geschichten. Aber auch damals bestand das Leben nicht nur aus Arbeit, Trauer und Verzweiflung, und wenn im Saal bei Stoike Tanz war ...
15 authentische Geschichten hat Angela Kiefer-Hofmann aufgeschrieben.


Angela Kiefer-Hofmann: Niemandszeit. Ein märkisches Lesebuch 3. Auflage 2012. 272 Seiten. Format 13,5 x 20 cm
Preis 16,80 Euro       ISBN 978-3-933416-46-9





Leseprobe – Angela Kiefer-Hofmann: Niemandszeit


Ketschendorf
Am 10. Juli 1945 – Erich war beim Jauche-Ausfahren auf dem Feld – erfuhr er von seinem Cousin, dass er sich bei Bürgermeister Balke zum Verhör melden soll. Er ging nach Hause, wusch sich, zog seinen Konfirmationsanzug sowie die guten Schuhe an und wollte zum Gemeindebüro gehen, als auch schon das Auto der sowjetischen Kommandantur – alle kannten es – vor seinem Haus hielt ... weiterlesen

Rezensionen – Angela Kiefer-Hofmann: Niemandszeit


Vom Überleben in einer zerstörten Welt
Der Ort heißt wirklich so: Markgrafpieske. Ein Dorf in Brandenburg, zwischen 700 und 800 Einwohner. Was das Besondere an Markgrafpieske ist? Nun, zunächst eigentlich gar nichts. Dass es aber dennoch ein hochinteressantes Buch ausgerechnet über dieses Dorf gibt, das ist eine Geschichte, die mit der Persönlichkeit der Autorin zu tun hat ... weiterlesen
Sabine Gebhardt, Frankenpost vom 22.04.2004


Was auch wegen des Covers nach "Heimatbuch" aussieht, erweist sich als ein ziemlich kräftiger Bericht über Menschenschicksale kurz vor und nach dem Ende des 2. Weltkriegs – in einem brandenburgischen Dorf unweit vom Scharmützelsee. Die aus dem Westen zugezogene Kiefer-Hoffmann (Jahrgang 1954) verdichtet Gesprächsprotokolle zu Zeitdokumenten, zu Prosastücken, ganz dem Erinnerungsvermögen der heute meist Betagten vertrauend.
Sie fragt aber nicht nach, so bleiben ihre Helden ohne Ecken und Kanten und auch deren Sicht von einst widerspricht sie nicht. Bedient wird der gegenwärtige Trend, das Leid allein der Deutschen in den Vordergrund zu stellen. Die "unvorstellbaren Grausamkeiten", "Schrecken von wahrhaft biblischem Ausmaß" kamen erst mit den Russen. Frontarbeit, Hunger, Krankheiten, Vergewaltigungen, Tod beherrschten das Leben in der Mark, auch Flucht und Vertreibung. Fast immer geht es ums nackte Überleben.
Aus den "schier unglaublichen, unfassbaren" Biografien entstanden vom Elend, aber auch vom Überlebenswillen förmlich berstende Geschichten. Eine erschütternde Lektüre für einen großen Leserkreis.
Gert Kreusel, ekz-Informationsdienst ID 26/04 – BA 8/04


Märkisches Lesebuch
"Nee, nee – alles in der Welt, bloß kein Krieg mehr. Krieg ist das Schlimmste, das Allerschlimmste!" Kurt Stolzenburg aus Markgrafpieske sagt das nicht nur einmal, als er Angela Kiefer-Hofmann seine Lebensgeschichte erzählte. Und auch in den anderen Familien dieses märkischen Dörfchens wird diese Lebenserfahrung wieder und wieder variier t... weiterlesen
Anni Geisler, Brandenburger Blätter, Beilage der Märkischen Oderzeitung vom 23. April 2004


Zutiefst menschlich, im Guten wie im Schlechten
Nicht die "Stunde Null", sondern eine "Niemandszeit" beschreibt ein Buch über brandenburgische Nachkriegsschicksale
Eigentlich hängt ja über der literarischen Mark ein großes Schild: "Betreten auf eigene Gefahr". Zu groß das Risiko für jeden Autor, mit Fontane, Urvater aller märkischen Forschungsschreiber, in einen Vergleich zu geraten ... weiterlesen
ldiko Röd Märkische Allgemeine Zeitung vom 19.02.2004


Wann endet die Niemandszeit?
Es war Anfang der 60er Jahre. Ich war ein kleiner Junge und spielte nach der Schule am liebsten mit Freunden auf den verbliebenen Ruinengrundstücken im Westen Berlins. Wenn im Radio Suchanzeigen vorgelesen wurden, in denen nach dem Verbleib von Personen gefragt wurde, die durch die Wirren des letzten Krieges verloren gegangen waren ... weiterlesen
Christian Koziol, Märkischer Sonntag vom 15.02.2004


Geschichten aus der Niemandszeit
Die besten Geschichten schreibt das Leben: Die Reichenwalderin Angela Kiefer-Hofmann scheint diese Erfahrung beherzigt zu haben. Wobei man in ihrem Fall statt von den besten lieber von den beeindruckendsten Geschichten sprechen sollte ... weiterlesen
Märkische Oderzeitung, Spreejournal, vom 11.02.2004


Zwischen großem Krieg und kleinem Frieden ...
"Ein märkisches Lesebuch", Geschichten eines Dorfes mit dem merkwürdigen Namen "Markgrafpieske"... weiterlesen
Christian Pieta, Reichenwalde


Fünfzehn Erlebnisberichte von Einwohnern des märkischen Dorfes Markgrafpieske stellt die Autorin in ihrem Debüt vor, erschütternde Schilderungen aus den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges und der Nachkriegszeit im Ort und der näheren Umgebung... weiterlesen
Gisela Griepentrog, Fürstenwalde


Ist es nicht schon jedem von uns einmal so ergangen, dass er von seinen Eltern wissen wollte, wie das damals eigentlich war, als sie noch Kinder waren... weiterlesen
Dr. Helmtrud Rumpf


Ich konnte nicht wissen, was ich will
Doch ihr konkretes Interesse bezog sich auf den Alltag vor Ort in den Jahren von 1930 bis 1950. Jahre, an die sich kaum jemand gern erinnert... weiterlesen
Märkischer Sonntag vom 9. März 2003


Was sich vor mehr als 50 Jahren in der Region zwischen Oder und Spree ereignet hat, kommt in der Geschichte "Halbe – oder das Ende einer Kindheit" in seiner tragischen Dimension zum Ausdruck... weiterlesen
Märkische Oderzeitung, Spreejournal, vom 12.12.2002



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Denkmalgeschützte Schulgebäude in Frankfurt (Oder)
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