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Jürgen Maerz
Singe in der DDR

Was hatte es auf sich mit diesem Phänomen, heiß geliebt und stark gescholten, diesem Seiltanz der Ambivalenz, dem Mix aus erfüllter Freizeit, politischem Willen, Unbedarftheit, Geselligkeit, kollektiv geprobter Demokratie in Gruppen von Schülern, Lehrern und Studenten? Keine größere Veranstaltung ohne Singeclub.
Das war Chance und Fluch. Chance, mit eigenen Gedanken vor einem großen Publikum sich Gehör verschaffen können und der Fluch, es künstlerisch nicht zu bewältigen oder schlimmer: für die Ziele dieses Staates der enttäuschten Hoffnungen und bekämpften Wahrheiten benutzt zu werden, ohne daß man sich dessen bewußt war.

Was sagen die Macher von gestern – die Singeleute, Berater, Gruppenleiter, Autoren, Funktionäre heute? Wenn sie alle der Meinung waren, daß die Singe für sie wichtig war, dann war die Singe wichtig. Dann darf man sie nicht vergessen. Deswegen gibt es dieses Buch, dessen Blickwinkel durchaus überregional ist.

RAA Frankfurt (Oder), Jügen Maerz (Hrsg.):Singe in der DDR 2. Auflage 2002. 256 Seiten, Paperback, Format 10,5x 14,8 cm.
Preis 12,50 Euro       ISBN 978-3-933416-24-7







aus dem Inhalt Singe in der DDR








Rezensionen Singe in der DDR



Lieder für eine bessere Welt

Das Buch Singe in der DDR erzählt die Geschichte der Singebewegung am Beispiel von Frankfurt (Oder)
Drei keck flatternde rote Spatze zieren das Titelblatt und das Bild von vier jungen Leuten, lachend, optimistisch-kühn in die Zukunft blickend. Da schaltet sich bei ehemaligen DDR-Bürgern sofort die Erinnerung ein an Jungen und Mädchen auf kleinen Podien, vor Versammlungen und Konferenzen, bei Demonstrationen, wenig professionell, dafür spontan und erdverbunden: Singegruppen.

"Singe in der DDR" heißt das Buch im frühlingsgrünen Gewand. Und: "Variante Frankfurt – ein Bewegungsbuch".
Jürgen Maerz, der Macher, hielt es für nötig, die Existenzberechtigung einer solchen Publikation eindringlich zu erklären und hat "Sieben Gründe, die Singebewegung zu beschreiben" formuliert. Von "Sie ist ein Kapitel der Jugendkulturgeschichte des 20. Jahrhunderts" bis: "Wenn man die Singe nicht beschreibt, wird sie vergessen.
Das betrifft natürlich auch andere Bereiche der DDR-Geschichte. Weil wir jedoch Vergangenheit kennen müssen, um Gegenwart zu verstehen, muß man sie beschreiben."
Anni Geisler, Märkische Oderzeitung vom 15.04.2002







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Singebewegung in der DDR
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